Der Gesundheit, der Umwelt oder den Tieren zuliebe: Es gibt viele Gründe, um keine Eier zu essen. Aber deshalb auf Rührei, Muffins und Burger verzichten? Das muss nicht sein! Deshalb haben wir 13 Möglichkeiten ausprobiert, wie du deine Lieblingsgerichte ohne Ei genießen kannst. Mit unseren Tipps bist du für jedes Rezept gerüstet.

1. Apfelmus
Perfekt für Kuchen, Hefegebäck, Muffins und Kekse: Apfelmus. Anstelle von einem Ei 60 g davon in den Teig geben. Dieses Bindemittel ist hervorragend für feuchte Teige geeignet. Wer nicht will, dass sein Marmorkuchen nach Apfel schmeckt, kann unbesorgt sein: Der Apfelgeschmack verschwindet beim Backen fast vollständig.

2. Bananen
Wer kein Apfelmus zu Hause hat, kann stattdessen reife Bananen nehmen. Um ein Ei zu ersetzen, zerquetscht man mit einer Gabel eine halbe Banane (etwa 60 g). Diese Früchte haben sich wie Apfelmus in Kuchen, Kekse und Waffeln bewährt. Allerdings bekommt das Gebackene einen leichten Bananengeschmack – was wiederum super zu Speisen wie Pfannkuchen passt.

3. Stärke
Stärke kann man nicht nur zum Binden von Soßen und Pudding verwenden. Sie eignet sich auch für Kuchen und Gebäck. Für ein Ei verrührt man 2 EL Speisestärke mit 2 EL Wasser.

4. Sojamehl / Kichererbsenmehl
Sojamehl passt hervorragend in kalte Nachspeisen wie Cremes oder Eis. Aber auch in Kuchen, Gebäck, Soßen und Suppen leistet das Mehl dieser Bohne gute Arbeit. 1 EL Sojamehl (vollfett) wird hierfür mit 2 EL Wasser verrührt. Diese Mischung ersetzt 1-3 Eier. Allerdings kann das Sojamehl den charakteristischen Soja-Geschmack hinterlassen. Doch erst bei größeren Mengen wird der Geschmack (zu) dominant. Alternativ funktioniert es auch mit Kichererbsenmehl.

5. Johannisbrotkernmehl
Auch Johannisbrotkernmehl ist bestens für kalte Speisen wie Mousses und Cremes geeignet. Die Vorteile sind der neutrale Geschmack und die starke Bindekraft. Deshalb kann Johannisbrotkernmehl auch in Pasteten, Suppen und anderen warmen Gerichten eingesetzt werden. Um ein Ei zu ersetzen, mischt man 1 TL Johannisbrotkernmehl mit 40 ml Wasser.

6. Ei-Ersatzpulver
Dieses Bindemittel gibt es in Naturmärkten, Bioläden und Reformhäusern zu kaufen. Ei- Ersatzpulver ist meist eine Mischung aus verschiedenen Mehlarten wie Maisstärke, Johannisbrotkernmehl und Sojamehl. Wie auch die oben genannten Sorten wird es mit Wasser angerührt und hat sich für Kuchen, Gebäck und Bratlinge bewährt. Das Verhältnis liegt hier bei 1 TL Pulver zu 3 EL Wasser. Die Hinweise auf der Verpackung sollte man auf jeden Fall beachten, da es Unterschiede in der Zubereitung gibt.

7. Aquafaba
Aquafaba (Kichererbsenwasser) ist eine der besten Alternativen für Eischnee. Beim Abtropfen einer Dose Kichererbsen wird die Flüssigkeit einfach aufgefangen. Das Aquafaba kann man sofort weiterverwenden. 25-30 ml entsprechen etwa einem Eiweiß. Perfekt für Mousse au Chocolat und Baiser.

 

8. Kurkuma
Dieses Gewürz gibt deinem Omelette die passende Farbe. Außerdem hat es einen gesundheitlichen Nutzen. So soll der enthaltene Farbstoff Curcumin krebshemmende Eigenschaften besitzen und vor Alzheimer schützen. Einfach vor dem Anbraten zugeben oder in die Marinade des Tofus einrühren.

9. Tofu
Pürierter (fester) Tofu eignet sich hervorragend für eine Quichefüllung oder für veganes Rührei, auch Rührtofu genannt. Ein tolles Rezept dafür findest du im aktuellen Love-Veg-Kochbuch, das du gratis bei Anmeldung bei Love Veg bekommst: Vier Wochen lang begleitet die Eva per E-Mail durch die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung. Love Veg ist vollständig kostenlos! Einfach hier anmelden. 🙂

10. Seidentofu
Seidentofu ist ein sehr weicher Tofu. Anstelle von einem Ei püriert man 60 g des Tofus. Diese Alternative macht den Teig feucht und geschmeidig – super für Hefeteige, Kuchen oder Quiches. Für leckere Schokomousse ist Seidentofu die perfekte Basis. Aber auch in herzhaften Suppen kann er als “Eierstich” glänzen.

11. Kala Namak
Dieses Salz hat es in sich! Alle, die den typischen Geschmack von Eiern mögen, werden es lieben. Dieses Schwarzsalz gibt Gerichten eine schweflige, aromatische Eier-Note. Perfekt für Rührtofu, Omelette oder andere vegane “Eier”-Gerichte. Dafür einfach einen kleinen Teil des Salzes durch Kala Namak austauschen.

12. Pflanzenmilch, Backpulver und Essig
Besonders luftig und locker wird dein Kuchenteig mit etwas Pflanzenmilch, 1 TL Essig und einer Prise Backpulver. Wenn für das Originalrezept nur ein Ei benötigt wird, verwendet man 3-4 EL Pflanzenmilch. Wer keine Pflanzenmilch zuhause hat, kann auch 2 EL pflanzlichen Joghurt unterrühren. Das Backpulver wird mit dem Mehl vermischt. Dann gibt man die Flüssigkeiten hinzu. Keine Sorge: Den Essig schmeckt man später nicht.

13. Tomatenmark
Ideal für Burger ist Tomatenmark, denn auch dieses bindet. Etwa 1-2 EL ersetzen ein Ei. Geschmacklich verhält sich das Mark in herzhaften Gerichten meist relativ neutral, verleiht aber eine charakteristische Farbe.

Viel Erfolg beim Kochen und Backen! Auch hier auf Love Veg findest du noch viele Ideen, Tipps und Tricks, wie du dich pflanzlich ernähren kannst. Wir freuen uns auf dich!